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    Clean Code Developer School

    Saubere Softwareentwicklung üben – regelmäßig, fokussiert, individuell, angeleitet

Accountability Partner

Das einsame Genie, der zurückgezogene Hacker, der disziplinierte Arbeiter: das sind romantische Ideale unserer Arbeitsgesellschaft. Einer nimmt sich was vor, jemand folgt einer Berufung – und erreicht mit heldenhafter Anstrengung sein Ziel.

Woher kommt diese Vorstellung nur? Denn die ist völlig irreal. Es mag hier und da Erfolge geben, die ein Mensch allein erzielt. Aber dieses Modell lässt sich nicht auf die Masse der Menschen übertragen. Einsame Genies sind genauso möglich wie Menschen, die am Tag 40 Zigarren rauchen und auch noch alt werden (Beispiel Mark Twain) – deshalb ist ein solches Leben jedoch nicht für jeden erreichbar.

Die allermeisten Erfolge stellen sich durch die Kooperation von Menschen ein. Je größer eine Aufgabe, desto einleuchtender ist das auch. Sie arbeiten an Ihrem Softwareprojekt aus gutem Grund auch nicht allein.

Die irreale Vorstellung ist jedoch hartnäckig und besonders in einem Bereich deshalb kontraproduktiv: beim Lernen, bei der (persönlichen) Veränderung.

Lernen ist weithin immer noch ein einsames Geschäft. Es soll ja auch einer etwas lernen. Es soll ja auch klar sein, was einer kann. Schummeln jeder Art mag in Lausbubengeschichten nett sein, doch im richtigen Leben ist es nicht erwünscht. Wir wollen Zurechenbarkeit von Ergebnissen. Denn wenn klar ist, wer sie erreicht hat, dann kann der besonders belohnt werden.

So geht es von der Grundschule bis zum Vorstandsvorsitz: der Erfolg einer Veränderung soll möglichst einer Person zurechenbar sein.

Doch damit wird erfolgreiche Veränderung erschwert. Der Sacherfolg steht nämlich schnell der Zurechenbarkeit hinten an.

Das wollen wir in der Clean Code Developer School (CCDS) anders handhaben. Uns geht es um den besten Weg beim Aufbau von Kompetenz. Und wenn der nicht über “einsames Lernen” führt, dann gehen wir einen anderen. In der CCDS wird deshalb Kooperation groß geschrieben. Alle helfen sich untereinander. Im Unterricht herrscht Lerngemeinschaft. Alle sitzen im selben Boot. Es gibt keine Konkurrenz. Es gibt auch keine Noten.

Wer einem anderen hilft, etwas hinzubekommen, der kann sich darüber genauso freuen, wie darüber, selbst etwas hinbekommen zu haben.

Lernen ist Veränderung, zuweilen sogar tiefgreifende Veränderung. Die allein konsequent und diszipliniert zu durchlaufen, ist für viele Menschen schwierig. Deshalb sehen Stefan Lieser und ich uns nicht nur als Wissensvermittler, sondern als Accountability Partner der Lernenden. Wir stehen ihnen bei, wir ermutigen, wir ziehen aber auch ihnen. Fördern und fordern. Denn wenn der Fortschritt mal schwieriger wird, dann ist es gut, wenn da einer zum Reden ist.

“Lernwegbegleiter” oder “Veränderungspartner” könnten wir uns auch nennen.